Aufgrund der langen Zwangspause konnte ich keine Filmempfehlungen für Dezember bis Februar geben, was auch für mich zur Folge hatte, dass ich mir das Programm nicht so genau angeschaut und vielleicht das eine oder andere Schmankerl verpasst habe. Inzwischen haben wir März (wie das passieren konnte, entzieht sich meiner Kenntnis, denn gefühlt habe ich erst vorgestern den Weihnachtsbaum abgeschmückt), und neue Produktionen warten darauf, entdeckt zu werden.
Tatsächlich ist die Auswahl gar nicht mal so schlecht, wenn man bedenkt, dass die Blockbuster-Saison erst im April starten wird. Der Fokus liegt in den nächsten Wochen also verstärkt auf Arthaus, aber auch für die Familien und Mainstream-Fans gibt es einiges zu entdecken.
Mit Hoppers kommt ein neues tierisches Animationsabenteuer für groß und klein in die Kinos. Wir haben einige Ausschnitte gesehen, die uns gut gefallen haben.
Der Trailer zu Good Luck. Have Fun. Don’t Die ist eine gemischte Tüte voller skurriler Einfälle, die neugierig darauf machen, wie das alles am Ende zusammenpasst.
Als Fan von historischen Stoffen interessiert mich The Testament of Ann Lee, ein Film über die Shaker, die man gemeinhin mit ihrer Tischlerkunst in Verbindung bringt, die aber anscheinend auch eine Menge für Musik und Tanz übrig hatten.
Der Astronaut – Project Hail Mary ist mein Heiß-auf-Film des Jahres, und sollte er mich enttäuschen, bin ich wahrscheinlich bis Weihnachten sauer.
Nachdem ich erst kürzlich Parthenope gesehen habe, hat Paolo Sorrentino mit La Grazia schon wieder einen neuen Film am Start. Dieser handelt vom italienischen Präsidenten, der in einer moralischen Krise steckt.
Pillion wird als mutiges, provokantes Arthausdrama gefeiert, das sich als Komödie verkleidet hat. Vielleicht ist es auch umgekehrt. Hoffen wir, dass der Film fesselt.
Auch Blue Moon erzählt von einer komplizierten Beziehung zwischen zwei Männern. In Richard Linklaters Film geht es um den Texter Lorenz Hart, der die Trennung von seinem langjährigen Komponisten Roger Hammerstein verkraften muss, während dieser gerade mit seinem neuen Texter einen Broadwayhit landet.
Wer als Ausgleich zu all den anspruchsvollen Titeln etwas Handfestes sucht, ist bei They Will Kill You vermutlich gut aufgehoben, in dem eine junge Frau gegen einen Haufen Satanisten kämpft, die sie opfern wollen.
Man sieht, der März beliefert uns mit einer Menge Geschichten, die mitten aus dem Leben gegriffen sind. Vorzugsweise aus dem Leben anderer. Zeit zum Lachen. Zeit zum Weinen. Zeit zum Blutvergießen. Auf jeden Fall aber Zeit fürs Kino!