Planet der Affen 2

Die Affen sind wieder los. Als vor einigen Jahren eine Neuverfilmung von Planet der Affen angekündigt wurde, war ich der Meinung, dass dies ein völlig überflüssiges Remake sei. Doch der Film war überraschend gut, die Effekte so großartig, dass man die miesen Michael-Jackson-Masken des Vorgängers vergessen konnte, und zudem war es ein Prequel und nicht einfach ein Remake. Deshalb war ich gespannt, wie der Affenzirkus weitergeht …

Planet der Affen – Revolution

Ein Virus verändert die Welt: Die Affen beginnen zu denken, die Menschen sterben hingehen reihenweise an einer Krankheit. Zehn Jahre später ist die Erde nahezu entvölkert, nur ein kleiner Teil der Menschheit, der eine genetisch bedingte Immunität besitzt, hat überlebt und fristet ein kümmerliches Dasein. So auch in den Ruinen von San Francisco, wo sich eine Gruppe auf den Weg macht, um einen Staudamm wieder in Betrieb zu nehmen. Unglücklicherweise liegt dieser in einem Gebiet, das die Affen beherrschen. Es kommt zur Konfrontation. Doch Caesar (Andy Serkis) und Malcolm (Jason Clarke) glauben an Frieden zwischen den Spezies – was leider nicht allen gefällt …

Es gibt nicht viel an diesem Film auszusetzen. Die Bilder und Effekte sind großartig, die Affen so perfekt animiert, dass man sehr schnell vergisst, dass man es streng genommen mit Computerwesen zu tun hat. Aber dank der modernen Tricktechnik werden Mimik und Bewegungen der Schauspieler geschickt übertragen und sorgen so für verblüffende Echtheit. Und manche Affen sind sogar bessere Schauspieler als ihre menschlichen Ko-Stars.

Die Geschichte ist eine raffinierte Parabel über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die aktueller denn je ist. Manches ist etwas plakativ, und der Showdown wird bisweilen recht pathetisch erzählt, aber dies ist immerhin eine Hollywood-Produktion. Auch nimmt sich Regisseur Matt Reeves viel Zeit, bis die Story überhaupt in Gang kommt, aber auch das ist okay. Ein wenig genervt hat mich eigentlich nur die Musik …

Note: 2

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Über Pi Jay

Eher ein Mann des geschriebenen Wortes, der mit fünfzehn Jahren unbedingt eines werden wollte: Romanautor. Statt dessen arbeitete er einige Zeit bei einer Tageszeitung, bekam eine wöchentliche Serie - und suchte sich nach zwei Jahren einen neuen Job. Nach Umwegen in einem Kaltwalzwerk und dem Öffentlichen Dienst bewarb er sich erfolgreich bei der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er drehte selbst einige Kurzfilme und schrieb die Bücher für ein halbes Dutzend weitere. Seit 1999 arbeitet er als freier Autor, Lektor und Dramaturg und inzwischen auch als Romanautor...