Dezember

Gestern war der erste Advent, und wie immer stellt sich die Frage: Wie konnte das Jahr schon wieder so schnell vorbeigehen? Nach einem schönen, langen und durch den Urlaub noch mal extra verlängerten Sommer habe ich den Herbst übersprungen, stehe nun auf dem Weihnachtsmarkt und frage mich, wie das passieren konnte. Aber im Moment frage ich mich das sowieso ziemlich häufig, zum Beispiel jedes Mal, wenn ich die Nachrichten schaue.

Aber das ganze Lamentieren bringt uns ja nicht weiter. Der Spätherbst ist da, Weihnachten steht auch vor der Tür, da muss man eben das Beste draus machen. In diesem Fall ist das sogar relativ einfach: Die Adventszeit macht es einem mit dem Lichterglanz, dem Duft von frisch gebackenen Lebkuchen oder – wer’s mag – Glühwein auch ziemlich einfach, sich mit dem tendenziell unfreundlichen Wetter oder der Tatsache, dass schon wieder ein Jahr verstrichen ist, anzufreunden. Und man kann auch ins Kino gehen – die Abend sind sowieso viel zu lang …

Diese Woche startet endlich auch bei uns Sully von Clint Eastwood. In Amerika haben wir ihn leider verpasst, da freue ich mich, dass ich ihn hier nachholen kann.

Spätestens mit der Serie Transparent ist das Thema Transsexualität endgültig im Meanstream angekommen. In Alle Farben des Lebens wird die Geschichte von Ramona (Elle Fanning) erzählt, die nun Ray sein möchte, woran sich ihre Familie erst mal gewöhnen muss. Charmanter Trailer.

In die Rubrik „Ungewöhnliche Filme, die auf einer wahren Begebenheit beruhen“ fällt Elvis & Nixon. So etwas sieht man zumindest nicht alle Tage – und warum ist Kevin Spacey eigentlich neuerdings auf die Präsidenten-Rolle abonniert?

In derselben Woche startet auch noch – gewissermaßen als Kontrastprogramm – Sing. Ein Animationsfilm mit sprechenden und singenden Tieren? Klingt nach viel Spaß.

Die Woche darauf gehört wieder einmal den Sternen. In Rogue One: A Star Wars Story erfahren wir endlich, wie die Rebellen zu den Plänen des Todessterns gekommen sind.

Mit Allied – Vertraute Fremde kommt ein im besten Sinne altmodischer Film kurz vor Weihnachten in die Kinos, dessen Trailer ziemlich neugierig macht.

Der zweite Animationsfilm im Dezember, an dem man nicht vorbeikommt, ist Vaiana. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von der Geschichte halten soll, die Effekte sind jedoch hervorragend.

Der Beste kommt natürlich zum Schluss. Auf Love & Friendship freue ich mich schon eine ganze Weile, und was gibt es Besseres als eine Jane Austen-Verfilmung an einem langen Winterabend …

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Über Pi Jay

Eher ein Mann des geschriebenen Wortes, der mit fünfzehn Jahren unbedingt eines werden wollte: Romanautor. Statt dessen arbeitete er einige Zeit bei einer Tageszeitung, bekam eine wöchentliche Serie - und suchte sich nach zwei Jahren einen neuen Job. Nach Umwegen in einem Kaltwalzwerk und dem Öffentlichen Dienst bewarb er sich erfolgreich bei der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er drehte selbst einige Kurzfilme und schrieb die Bücher für ein halbes Dutzend weitere. Seit 1999 arbeitet er als freier Autor, Lektor und Dramaturg und inzwischen auch als Romanautor...