Mai

Nun ist er also da, der Wonnemonat. Etwas wärmere Temperaturen wären ab jetzt ja angemessen, schließlich beginnt in sechs Wochen schon der Sommer und wir laufen immer noch mit Wintersachen herum. Wenn es nach Mark G. ginge, würde es allerdings nur von Montag bis Freitag Sonne geben und am Wochenende Regen, der bei ihm nur „Kinowetter“ heißt. Und wenn ich mir den unerwartet hohen Anteil an Dokumentationen und sperrigen Filmen ansehe, könnten diese tatsächlich eine Menge Kinowetter gebrauchen …

Für mich ist die Auswahl in diesem Monat eher übersichtlich, es gibt aber immerhin jede Woche mindestens einen Film, den ich mir im Kino anschauen würde. Zuerst startet mit Sieben Minuten nach Mitternacht die Verfilmung eines ungemein berührenden und poetischen Jugendbuchs. Schweres Thema, aber ungemein schön geschrieben.

Guy Ritchie gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsregisseuren, und mit seinen Sherlock Holmes-Filmen konnte ich auch nichts anfangen, aber irgendwie gefällt mir der Trailer von King Arthur: Legend of the Sword ganz gut, vielleicht werde ich ihm deshalb noch einmal eine Chance geben.

Eine Woche später starten zwei sehr unterschiedliche Produktionen: Alien: Covenant ist die Fortsetzung von Prometheus und als Ridley Scott-Film ein Muss. Jahrhundertfrauen ist dagegen das reinste Kontrastprogramm, ein zärtlicher, kluger Film über das Erwachsenwerden, den ich bereits vor Monaten sehen durfte, sehr unspektakulär, aber wunderbar leicht inszeniert.

Mit dem Franchise war ich eigentlich durch, aber dann konnten wir vorab ein paar Ausschnitte aus Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache sehen, die viel Witz und eine Menge Tempo versprachen und sehr an den ersten Teil der Reihe erinnerten. Vielleicht kriegen sie ja noch einmal die Kurve?

Insgesamt ist der Mai ein etwas schwacher Monat, aber wer weiß? Möglicherweise hält er ja noch die eine oder andere angenehme Überraschung für uns parat?

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Über Pi Jay

Eher ein Mann des geschriebenen Wortes, der mit fünfzehn Jahren unbedingt eines werden wollte: Romanautor. Statt dessen arbeitete er einige Zeit bei einer Tageszeitung, bekam eine wöchentliche Serie - und suchte sich nach zwei Jahren einen neuen Job. Nach Umwegen in einem Kaltwalzwerk und dem Öffentlichen Dienst bewarb er sich erfolgreich bei der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er drehte selbst einige Kurzfilme und schrieb die Bücher für ein halbes Dutzend weitere. Seit 1999 arbeitet er als freier Autor, Lektor und Dramaturg und inzwischen auch als Romanautor...