Maria Stuart, Königin von Schottland

In der Schule wird man ja gerne an die großen Klassiker der Bühnenliteratur herangeführt, Schüler würden sagen: damit gequält. In der Regel ist man in diesem Alter aber noch viel zu jung und unerfahren, um die Qualität der Stoffe würdigen oder mit ihren Aussagen etwas anfangen zu können. Ich weiß nicht mehr, in welcher Klasse ich Schillers Maria Stuart gelesen habe, aber die Geschichte hat damals auf mich großen Eindruck gemacht. Im Gegensatz zu anderen Dramen hat mich dieses tatsächlich berührt.

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Bombshell – Das Ende des Schweigens

Vor einiger Zeit habe ich über die Mini-Serie The Loudest Voice geschrieben, die sich mit dem Roger Ailes-Skandal bei Fox News beschäftigte. Jetzt habe ich endlich den Film zum selben Thema gesehen, der seit kurzem bei Amazon Prime abrufbar und so hochkarätig besetzt ist, dass man ständig bekannte Gesichter entdeckt – selbst in den kleinsten Nebenrollen. Es scheint, als würde das liberale Hollywood zur Generalabrechnung mit dem konservativen Sender ausholen, der es seit vielen Jahren diffamiert.

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Bird Box

Nach der Arthaus-Produktion Porträt einer jungen Frau in Flammen brauchte ich dringend eine kleine Abwechselung und etwas Spannendes für den späten Abend. Meine Wahl fiel auf Bird Box, einer der wenigen Filmen auf Netflix, von dem man die Zuschauerwerte kennt: Angeblich haben ihn bis Mai diesen Jahres 80 Millionen User gesehen. Man muss allerdings dazu sagen, dass Netflix einen Film schon als gesehen verbucht, wenn man nur wenige Minuten angeschaut hat. Da der Film einen schwachen imdB-Wert besitzt, stellt sich die Frage, wie viele Zuschauer auch bis zum Ende durchgehalten haben …

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Porträt einer jungen Frau in Flammen

Langsam, aber sicher gehen mir die Beiträge für diesen Blog aus. Da immer noch sehr wenige Filme starten, die mich interessieren, bin ich vor allem auf die Streamingdienste angewiesen. Auf meinen Watchlisten stehen zwar viele Titel, aber die Mehrheit sind Arthaus-Produktionen, die ich nicht auf der großen Leinwand sehen konnte. Leider sind es oft schwere Stoffe und düstere Geschichten, auf die ich nicht immer Lust habe und die, wenn man sie ausschließlich schaut, sogar ein bisschen aufs Gemüt drücken.

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A Cure for Wellness

Manchmal bekommt man auf Tradeshows längere Ausschnitte von Filmen zu sehen, die in naher Zukunft starten – in diesem Fall waren es sogar 40 Minuten, die uns vorab gezeigt wurden. Als Appetithäppchen war das etwas zu viel, und obwohl mir der Anfang durchaus gefallen hat, hatte ich keine Lust mehr, ihn noch einmal im Kino zu sehen. Inzwischen ist jedoch viel Zeit vergangen und der Film bei Amazon Prime erhältlich, und da ich gerade Lust hatte auf einen eher „sanften“ Gruselfilm, habe ich ihn mir endlich angeschaut.

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Sie leben

Ich kann mich noch an das Plakat zum Film erinnern, als er 1989 in unsere Kinos kam: Man sieht in Großaufnahme das Gesicht eines Mannes, der seine Sonnenbrille abnimmt, in deren Spiegelung eine totenkopfähnliche Fratze erkennbar ist. Fand ich damals zu gruselig, um ihn mir ansehen, aber inzwischen bin ich ja hartgesotten und vertrage selbst Zombiefilme …

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Jane Austens Verführung

Gerade läuft ein Remake von Dickens’ David Copperfield, und im Frühjahr kam eine Neu-Verfilmung von Emma in unsere Kinos – Klassiker haben also immer noch Konjunktur. Zu den weniger bekannten Werken Jane Austens zählt ihr letzter, vollständiger Roman, der erst nach ihrem Tod erschien, Persuasion. Der deutsche Titel variiert, lautet mal Anne Elliot, Die Liebe der Anne Elliot, schlicht Überredung oder in der jüngsten Übersetzung Anne Elliot und die Kraft der Überredung.

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We want Sex

Als ich kürzlich gesehen habe, dass der Film bei Netflix gestreamt wird, dachte ich, dass ich ihn vor ca. fünf Jahren im Kino verpasst habe. Es stellte sich heraus, dass dies bereits zehn Jahre her ist! Nun ist es eine erwiesene Tatsache, dass die Zeit immer schneller vergeht, aber so schnell? Das ist ja schon beinahe Warp-Geschwindigkeit …

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Apocalypse Now Final Cut

Bei manchen Filmen bin ich mir einfach nicht sicher, ob ich sie auf der großen Leinwand gesehen habe oder nicht. Apocalypse Now ist so ein Fall. Ich weiß, dass ich ihn während meines Studiums angeschaut habe, vielleicht sogar im Kino im Rahmen eines Filmgeschichte-Seminars, aber beschwören kann ich es nicht. Apocalypse Now Redux wollte ich immer sehen, bin nur leider nie dazu gekommen, weil er mit 202 Minuten Laufzeit nicht gerade kurz ist. Und jetzt ist, zum 40. Jubiläum, noch der Final Cut hinzugekommen, der mit 183 Minuten immer noch eine halbe Stunde länger als die Originalversion ist.

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Jurassic Park

Denkt man an Kinobesuche in Corona-Zeiten, fallen einem meist nur die negativen Seiten ein, vor allem die vielen verschobenen Filmstarts. Dabei gibt es auch Positives zu vermelden: Endlich sind wieder alte Filme auf der großen Leinwand zu sehen, die man vor vielen Jahren oder noch nie in dieser Form anschauen konnte. Meist sogar zu kleinen Preisen. Welcher Cineast lässt sich diese Gelegenheit schon entgehen?

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