August

Im Juli hat wohl jemand den Turbo eingeschaltet – so schnell ist schon lange kein Monat mehr vergangen! Bei der Sommerhitze habe ich einige Male Zuflucht im Kino gesucht, und auch im August ist das eine wunderbare Alternative zum Schwitzen im Freibad. Immer nur faul auf der Wiese rumliegen, geht ja auf Dauer auch nicht.

Das Programm im August – insbesondere in der ersten Hälfte – ist zwar nicht ganz so stark wie in anderen Monaten, steckt dafür aber voller kleiner Filmperlen, die es nur zu entdecken gilt.

Mitte des Monats startet Fisherman’s Friends – Vom Kutter in die Charts, den wir bereits vorab sehen durften und ziemlich gelungen fanden. Ein schöner, runder Film über eine Handvoll Fischer, die Gesangskarriere machen. Nach einer wahren Geschichte aus Cornwall.

Natürlich werde ich mir auch den neuen Tarantino Once Upon A Time In… Hollywood ansehen, auf den ich schon ziemlich gespannt bin.

Die vorherigen Filme des Franchises waren ja allesamt gelungen, daher bin ich sicher, dass A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando auch wieder viel Spaß machen wird.

Der spannende Science-Fiction-Thriller I Am Mother spielt gekonnt mit dem Typus des undurchsichtigen Roboters, der eine junge Frau abseits der Zivilisation erzieht – und dessen Aufgabe plötzlich in Frage gestellt wird. Ich bin gespannt.

Good Boys erzählt von drei pubertierenden Jungs, die unerlaubt eine Drohne benutzen, sie beschädigen und beim Versuch, sie zu reparieren, von einem Schlamassel in den nächsten geraten. Ich bin neugierig, ob der Film hält, was der Trailer verspricht.

Blinded By The Light ist ein britischer coming of age-Film über einen jungen Mann pakistanischer Herkunft im England der Achtziger, der die Musik von Bruce Springsteen für sich entdeckt. So was können nur die Briten gut.

In Gloria – Das Leben wartet nicht kämpft eine wunderbar agierende Julianne Moore gegen die Einsamkeit. Das sieht nach einem einfühlsamen Arthaus-Drama aus.

Auch in Late Night gibt eine großartige Schauspielerin ihr Bestes: Emma Thompson spielt eine Late Night-Talkerin, die in der Krise steckt. Sieht bissig aus.

Auf Little Monsters freue ich mich, denn das sieht nach einer schrägen Horror-Komödie aus: Ein junger Mann muss die Kindergärtnerin seines Neffen mit ihrer Gruppe vor einer Horde Zombies retten …

Nächste Woche besuchen Mark G. und ich wieder die Filmmesse Köln. Dort werden immerhin vier der genannten Filme laufen: I Am Mother, Good Boys, Blinded By The Light und Late Night. Da kann ich innerhalb weniger Tage schon mal mein halbes Monatsprogramm „abarbeiten“.

Ich denke, auch wenn das Kinoprogramm im August nicht so viele Highlights bereithält, ist doch für jeden Geschmack etwas dabei. Wir sehen uns im Kino!

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Über Pi Jay

Eher ein Mann des geschriebenen Wortes, der mit fünfzehn Jahren unbedingt eines werden wollte: Romanautor. Statt dessen arbeitete er einige Zeit bei einer Tageszeitung, bekam eine wöchentliche Serie - und suchte sich nach zwei Jahren einen neuen Job. Nach Umwegen in einem Kaltwalzwerk und dem Öffentlichen Dienst bewarb er sich erfolgreich bei der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er drehte selbst einige Kurzfilme und schrieb die Bücher für ein halbes Dutzend weitere. Seit 1999 arbeitet er als freier Autor, Lektor und Dramaturg und inzwischen auch als Romanautor...