März

Jedes Jahr im Februar bekomme ich den Winterblues. Ich bin es leid, ständig zu frieren, mir mehrere Schichten warmer Kleidung überzustreifen, selbst wenn ich nur mal schnell mit dem Müll rausgehe, und von dem Prozedere, sich in die Winterschuhe zu zwängen, will ich gar erst anfangen. Also: Frühling jetzt!

Vielleicht ist die sibirische Kältewelle, die uns gerade heimsucht, ja das letzte Aufbäumen des Winters. Immerhin kann man sich, wenn man ihr getrotzt hat, um ins Kino zu gehen, auf ein paar gemütliche Stunden im Warmen freuen und sich in andere Welten träumen. Vorzugsweise in solche, in denen es warm und sonnig ist. Mal sehen, was der März in dieser Hinsicht alles zu bieten hat …

Los geht es noch mit einem der diesjährigen Oscar-Anwärter: Call Me By Your Name soll ja ziemlich gelungen sein, und das Drehbuch stammt immerhin von Altmeister James Ivory.

Das Gegenprogramm dazu ist in dieser Woche natürlich Game Night, dessen Trailer so wunderbar schräg und witzig wirkt, dass ich mir den Film bestimmt bald anschauen werde.

Von Red Sparrow haben wir bereits den Anfang gesehen, und Jennifer Lawrence als eiskalte KGB-Killerin dürfte wohl auch eine Kinokarte wert sein.

Auch Molly’s Game war für zahlreiche Preise nominiert, weshalb ich mir vorstellen könnte, den Film zu sehen, auch wenn ich mit Poker sonst nichts am Hut habe.

Der passende Film zu Ostern ist sicherlich Maria Magdalena. Der Trailer sieht sehr ungewöhnlich aus, hat aber einen Sog, dem man sich nicht widersetzen kann.

Mit Winchester – Das Haus der Verdammten wird es dann richtig gruselig, und Helen Mirren kann ich mir eigentlich in jeder Rolle anschauen.

I, Tonya dürfte einer der letzten Oscar-Filme sein, die noch starten und auf die ich gespannt bin.

Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer gehörte zu meinen Lieblingsbüchern als Grundschüler. Und die Real-Verfilmung sieht richtig toll aus.

Von The Death of Stalin haben wir etliche Ausschnitte gesehen, die allesamt witziger waren als der Trailer. Darauf freue ich mich.

Im März wird also wieder eine ganze Menge geboten. Meine Auswahl ist noch relativ arthauslastig, aber keine Sorge, der Anteil des Popcornkinos wird sich in den nächsten Monaten sicherlich wieder vergrößern. Es gibt jedenfalls eine Menge interessante Produktionen, für die sich ein Kinobesuch lohnt.

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Über Pi Jay

Eher ein Mann des geschriebenen Wortes, der mit fünfzehn Jahren unbedingt eines werden wollte: Romanautor. Statt dessen arbeitete er einige Zeit bei einer Tageszeitung, bekam eine wöchentliche Serie - und suchte sich nach zwei Jahren einen neuen Job. Nach Umwegen in einem Kaltwalzwerk und dem Öffentlichen Dienst bewarb er sich erfolgreich bei der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er drehte selbst einige Kurzfilme und schrieb die Bücher für ein halbes Dutzend weitere. Seit 1999 arbeitet er als freier Autor, Lektor und Dramaturg und inzwischen auch als Romanautor...